Katholische Kirche in der Steiermark

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19. Juli – Sydney / Die Vigil in Randwick

7.00 Uhr Frühstück, 8.00 Abmarsch. Auch wenn die Vigil erst um 19.00 am Abend beginnt, brechen wir schon sehr früh auf, um unseren Platz im Sektor 1 H 7 auf der Rennbahn von Randwick zu sichern und wir sind beileibe nicht die ersten.

Von der Zugstation, wo wir aussteigen, sind es über 4 km Fußmarsch, den wir zurücklegen müssen. Dabei haben wir noch so ziemlich die kürzeste aller Strecken ausgesucht; es gäbe offizielle Varianten mit bis zu 27 km Länge. Das Areal ist riesig und in unserem mit Matten ausgelegtem Sektor, den wir kurz vor Mittag erreichen, sieht man die Bühne gerade vor uns, allerdings in einiger Entfernung.

Während Andreas und ich versuchen, bis zur Medientribühne vorzudringen, beginnt für den Rest der Gruppe das Warten bis zur Vigil am Abend, aber Langeweile kommt nicht auf. Immerhin wurden Karten, Spiele sowie ein Fußball mitgenommen und es gibt ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf der Bühne.

Als der Papst am Abend im Rennbahngelände ankommt, um mit uns die Vigil zu feiern, sind etwa 235.000 Jungendliche versammelt. Der Papst ermutigt uns, in Einheit mit der Kirche in dieser Welt, die von Zersplitterung und Konflikten aller Art geprägt ist, Zeugen der Hoffnung, des Friedens und der Versöhnung zu sein.

Wenn man um sich blickt, sieht man ein unglaubliches Lichtermeer von all den Kerzen, die ausgeteilt wurden. Die Stimmung ist beeindruckend und ich empfinde sie auch als ehrfürchtig. Neben mir ist eine junge Familie mit ihrem Sohn Romanus, der knapp ein Jahr alt, ein wahrer Sonnschein, und der große Held bei den Volunteers ist. - Es ist ein bewegendes Erlebnis.

Während rundherum noch getanzt, gesungen und gelacht wird, laute Musik aus den Boxen strömt und aufgeräumte Stimmung herrscht, verkrieche ich mich in meinen Schlafsack und schlafe bald tief und fest.

(Karl Rauscher, Live aus Sydney)